Die Nachhilfe-Falle

Die Nachhilfe-Falle

Eltern geben jährlich 879 Millionen Euro für Nachhilfe aus, durchschnittlich 87 Euro im Monat (Stand 2016)! Obwohl ich Lehrerin bin, halte ich wenig vom zusätzlichen Lernen nach der Schule. Mir gefällt der Gedanke einfach nicht, dass Schüler nach ihrem Vollzeitjob ‚Schule‘ noch mehr vom Selben machen (sollen). Wieso ich dazu was sagen kann? Ich habe selbst seit der Schulzeit privat Nachhilfe gegeben und während der Uni auch bei einem bekannten Nachhilfeanbieter gearbeitet. Das aber nicht lange, denn ich habe es nicht ertragen. Welche Einwände ich habe, wieso ich das Wort an sich ungünstig finde und wann zusätzliche Förderung sinnvoll ist, möchte ich heute mit euch teilen.

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Ein Brief an meine Lehrer

Ann-Marie

Ich glaube, dass Selbstreflexion eine zentrale Aufgabe von Menschen ist, die mit Kindern und Jugendlichen zusammen sind. Das betrifft Lehrer, Erzieherinnen und andere pädagogische Kräfte genauso wie Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel…So finden wir heraus, unter welchen Bedingungen es uns gut geht und können selbst dafür sorgen. Wir können uns zu 100% zeigen, weil wir wissen, dass wir ok sind. Davon profitieren unsere Kinder mehr als von speziellen Erziehungsmethoden.

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Weniger müssen müssen – Was denkst du über Bedingungen?

Was denkst du über Bedingungen

Bisher hätte man aus manchem Artikel schlussfolgern können, dass jeder nur die eigenen Ziele und Absichten herausfinden muss und dann fluppt das alles in der Schule schon. Hast du so etwas gedacht wie: „Ziele gut und schön: Als Schüler muss ich für meine Noten trotzdem Leistungen erbringen!“ „Als Lehrerin muss ich aber Noten geben.“ „Klausuren lassen sich nicht von meinem Schreibtisch weg hexen, korrigieren muss sie immer noch ich.“ Alle diese gedanklichen Einwände haben eins gemeinsam, das muss.

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„Mathe lag mir damals auch nicht“

Mathe lag mir damals auch nicht

Oder: „Bei den Hausaufgaben kann ich meinem Kind nicht helfen, mein Matheunterricht war grauenvoll.“ Schlimmer: „Mädchen brauchen doch eh kein Mathe, Physik oder Chemie!“ Solche und ähnliche Sätze habe ich oft gehört und höre sie noch. Eltern sagen es beim Elternsprechtag, und wenn dort, dann auch Zuhause. Natürlich ist dahinter die Absicht, dass sich Kinder nicht schlecht fühlen müssen, wenn sie in einzelnen Fächern vergleichsweise schlechtere Noten haben oder sich schwer tun. Aber wieso ist das für die Kinder doof, wenn Eltern so etwas sagen?

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Wofür wir den Elternsprechtag nutzen können

Am Elternsprechtag fliegen den Kindern nämlich Vorwürfe um die Ohren, moralische Ermahnungen oder enttäuschte Gefühlsbekundungen. „Die 5 in Deutsch geht gar nicht! Du hättest dich mehr anstrengen müssen. “ „Ein Zeugnis mit lauter Dreien, Vieren und sogar zwei Fünfen?! Deine Noten müssen besser werden, sonst bleibst du sitzen!“ „Deine Schwester hat da gar keine Probleme.“ „Ich bin traurig/wütend/enttäuscht, weil du…“. Ein Hoch auf das schlechte Gewissen!

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