10 Ideen für Lehrerinnen, um Verantwortung zu teilen

10 Ideen für Lehrerinnen, um Verantwortung zu teilen

Hier auf dem Blog schreibe ich darüber, wie wir eine beziehungsstarke Lernkultur etablieren können. In den beiden Basis-Artikeln zu Mental Load und Gefühlsarbeit habe ich den Fokus auf die besondere Situation von Lehrerinnen gelegt: Insbesondere mit eigener Familie schultern sie privaten Mental Load als auch den Mental Workload, während Lehrer in den meisten Fällen mehr Ressourcen für die Arbeit zur Verfügung haben. Außerdem wird von Frauen Gefühlsarbeit erwartet, was sowohl die Regulation der eigenen Gefühle betrifft als auch den Umgang mit denen anderer. Wenn du zur Ausgangslage also mehr wissen möchtest, empfehle ich dir, diese beiden Artikel vorher zu lesen.

Heute geht es darum, wie wir uns entlasten können. Wir können Mental Load und Gefühlsarbeit teilen. Es geht nicht darum, es gänzlich von uns abzuwerfen, schließlich ist Gefühlsarbeit eine wichtige und nützliche Arbeit. Ich möchte dir in diesem Artikel jedoch Möglichkeiten aufzeigen, die deinen Kopf freier machen.

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Wieso ist das Ganze gar nicht so leicht? Wir jagen einem Mutter- und Frauenmythos hinterher, der fernab jeder Realität ist. Das Gemeine an der ganzen Sache bringt Gemma Hartley gut auf den Punkt:

„Wir sollen diese [Gefühlsarbeit] leisten wollen, sie soll uns erfüllen, Teil unseres weiblichen Naturells sein. (…) [Dieses Bild] ist nach einer Vorstellung geformt, wie die Gesellschaft uns haben will und uns braucht.“

Es reicht. S. 197.

Erwerbsarbeitszeit bei Lehrer:innen

„Während fast alle erwerbstätigen Väter in Vollzeit tätig sind, arbeiten mehr als zwei Drittel der erwerbstätigen Mütter in Teilzeit.“ (demografie-portal.de). Dafür gibt es mehrere Gründe; einer ist die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit für die Familie.

Auf meinem Instagram-Account wollte ich mit meiner Mini-Umfrage mehr wissen und habe euch gefragt : Bist du Lehrerin und dein Partner auch? Habt ihr Kinder? Wie teilt ihr euch die Erwerbsarbeitszeit auf? Bei der Hälfte greift das klassische Modell ’sie Teilzeit, er Vollzeit‘. Immerhin 5 von 21 haben das Modell ‚beide Teilzeit‘ gewählt, ebenso 5 ‚beide Vollzeit‘ und 1 ’sie Vollzeit, er Teilzeit‘. Abgesehen davon, dass die Teilzeit der Frau und die Vollzeit des Mannes (von beiden) bewusst gewählt und gewollt sein kann – wieso entscheiden sich nicht mehr Eltern im Lehrerjob z.B. dafür, dass beide in Teilzeit arbeiten, um Care-Arbeit zu teilen?

Nun ist der Lehrerberuf ja wirklich gut bezahlt. Auch bei Teilzeit bleibt vergleichsweise viel netto übrig. Dass es nicht zum Leben reicht, kann hier kaum ein Argument sein. Eine Ablehnung von Teilzeitanträgen wie bei anderen Arbeitgebern kann auch nicht gelten, schließlich ist das selten ein Problem. Karriere ist relativ, denn zur Schulleitung oder in die Lehrerausbildung wechseln nicht viele. Außerdem ist Teilzeit insbesondere im Grundschulbereich gar kein Hindernis für Karriere. So bleiben nur die traditionellen Rollenbilder als schlüssige Begründung.

Deep work ist kaum möglich

Bevor ich gleich auf die Lösungsideen zu sprechen komme, möchte ich noch eine andere Folge dieser Schieflage mentaler und emotionaler Belastung erwähnen. Mütter sind bei der Arbeit mit den Gedanken bei den Kindern bzw. ständig abrufbereit. Das verhindert deep work, also konzentriert zu Ergebnissen zu kommen.

„Diese innere Besorgtheits- und Organisationsplackerei ist womöglich eines der am schwierigsten zu überwindenden Hindernisse für die Gleichberechtigung der Frau am Arbeitsplatz.“

Gemma Hartley zitiert hier Judith Shulevitz; Es reicht, S. 27.

Es gab eine Situation nach meiner Rückkehr in die Schule, die das vielleicht treffend beschreibt. In meinem Schulgebäude gibt es nahezu keinen Handyempfang. Einzelne Flure sind nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten, aber der Klassenraum, in dem ich damals unterrichtete, schon.

Ich kam eines Tages aus meinem Unterricht, verließ die Funkstille und mein Handy vibrierte plötzlich unentwegt. Panik!

Unserer Tochter ging es in der Kita schlecht und sollte abgeholt werden. Doch ich war ja im Niemandsland. Mein Mann arbeitet auf täglich wechselnden Baustellen und konnte an diesem Tag auch nicht rasch bei ihr sein. Er war allerdings erreichbar und organisierte, dass meine Mutter unsere Tochter abholte. Als ich im Flur stand, waren sie schon bei ihr zuhause und es ging ihr bereits besser.

Eigentlich war damit alles gut: Mein Mann hatte es geregelt und meine Mutter uns unterstützt. Ich wusste, dass immer jemand erreichbar sein würde, wenn unsere Kinder uns brauchten. Trotzdem war ich während des Unterrichts in diesem Klassenraum anschließend sehr oft abgelenkt. Überhaupt ist mein Handy mein ständiger Begleiter bei der Arbeit, seitdem wir Kinder haben.

Wo geht’s bitte zum gelassenen Lehrerin-Mama-Leben?

1. Verantwortung zuhause teilen

Beide Bereiche, Familie und Beruf, hängen zusammen. Wenn wir also einen freien Kopf und mehr emotionale Ressourcen wollen, muss Care-Arbeit gemeinsam geschultert werden. Und zwar so, dass Frauen nicht delegieren, sondern beide Verantwortung übernehmen. Denn Mental Load entsteht ja dadurch, dass frau verantwortlich ist. Dazu findest du massig Inspiration bei dasnuf, heute ist Musik und Equal Care Day.

Eine Möglichkeit ist Teilzeit für beide, um Freiraum zu schaffen. Das heißt nicht, dass ein 50/50-Modell anzustreben ist! Es geht um faire Aufteilung; was das für euch bedeutet, legt ihr fest. Überhaupt ist es ja das Ziel, dass beide Seiten profitieren. Grundsätzlich kommen wir diesem Ziel näher, wenn Care-Arbeit eben auch als solche betrachtet wird und nicht weiter unsichtbar bleibt.

Wir können nicht darauf warten, dass es politische Maßnahmen zur Aufwertung dieser Arbeit gibt (was zweifelsohne nötig ist). Wir müssen selbst damit beginnen. Dann ist für diejenigen, die eine Partnerschaft auf Augenhöhe wollen, die gemeinsame Verantwortung logisch. Macht euch an die Liste, z.B. die hier, und macht eine Bestandsaufnahme.

Ich hätte jedenfalls keinen Kopf fürs Bloggen, wenn ich hauptverantwortlich für Familienorganisation und Gefühlsarbeit wäre. Wie mein Mann und ich unsere Familie managen, tut uns beiden gut.

Vielleicht kannst du als Alleinerziehende bisher nur müde lächeln – zuhause Verantwortung teilen?! Deshalb sind die anderen Ideen für die Arbeit in der Schule für alle gedacht. Auch hier ist die Devise: Verantwortung abgeben! Aber wie?

2. Echte Teamarbeit: Gemeinsam ans Material

Das ist schon die erste heilige Kuh, die ich anfasse. Denkst du hier sofort: ‚Oh nein! Was andere machen, finde ich nicht gut genug! Ich muss immer alles überarbeiten. Und es geht doch auch nicht schneller. Dann mache ich es lieber selbst.‘ Ja, das kenne ich auch. Und es ist genau die Reaktion, die typisch ist, wenn du es gewohnt bist, (in der Schule) verantwortlich zu sein. Hier also ein paar Ideen für die Zusammenarbeit:

  • Legt Standards fest. Was muss drin sein, was kann?
  • Wieso erstellen, wenn es auch etwas zu kaufen gibt? Der Lehrermarktplatz oder andere Portale sind voll von kreativen Materialien.
  • Grundsatz: Beziehung vor Arbeitsblatt. Denn die Schüler:innen lernen durch dich, nicht durch Papier.

3. Einzelkämpfertum war gestern

Es gibt Schulen, die Wert auf die Arbeit im Team legen. Die Erfahrung habe ich auch machen dürfen. Wenn es keine Doppelbesetzung als Klassenleitung bei dir gibt, könnte trotzdem die Leitung der Parallelklasse das Elternschreiben für alle Klassen des Jahrgangs erstellen? Kennst du eine Fachkollegin oder einen Fachkollegen an einer anderen Schule, mit denen du ein Team bilden kannst? Es muss nicht gleich eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen werden, um sich zu entlasten. Welche Kolleg:innen ticken ähnlich wie du, mit wem kannst du gut zusammenarbeiten? Mit wem kannst du dich gut über schwierige Situationen im Klassenzimmer unterhalten, mit wem kannst du dich connecten, damit ihr beide weiterkommt?

In unserem Jahrgang haben wir uns das komplette Schuljahr für den Matheunterricht zuvor aufgeteilt. Mit fünf Kolleg:innen war es einfach, die einzelnen Themen und Klassenarbeiten zu verteilen. So habe ich mich in den Sommerferien einmal hingesetzt und eine Reihe geplant – und in den Herbstferien noch einmal. Das war’s für diesen Jahrgang für das ganze Jahr! Netter Nebeneffekt: War ich in einer Parallelklasse zur Vertretung eingesetzt, hatte ich immer Anschluss und konnte die Klasse bei ihren aktuellen Matheaufgaben begleiten. Vertretung ist ansonsten ein eigenes Mental Load-Risiko, oder?

4. Vertretungsmaterial, das immer funktioniert

Das ist wohl eher eine Idee für die ersten Berufsjahre: Im Referendariat griff ich ein Rätsel bei einem Kollegen ab. 50 Behälter kreuz und quer versteckt. Er meinte: „Das ist mein Backup für Vertretungsstunden! Setze es mit Bedacht ein.“ Tatsächlich habe ich dieses Blatt seitdem immer in Kopien dabei und muss mir nichts aus den Fingern saugen, wenn es mal gar nichts zu tun gibt oder die Luft freitags in der 7. Stunde bei allen raus ist.

Bisher hat noch keine Klasse alle 50 Behälter entdeckt, sodass ich den high score zu Beginn nenne und alle Klassen dazu motiviert sind, ihn zu brechen. Sie dürfen sich dabei austauschen, um gemeinsam einen Klassen-Wert zu erreichen. Immer wieder schön zu sehen, wie sich die Schüler:innen reinhängen!

Daneben habe ich einen Ordner für mich angelegt, in dem ich für die Hauptfächer etwas gesammelt habe. Gibt es das an deiner Schule auch? Es ist immer gut, wenn wir das Rad nicht neu erfinden müssen.

5. Verabschiede den Perfektionismus

Liegt die Hauptverantwortung für einen Bereich nur bei uns, steigen mit der Zeit unsere eigenen Ansprüche. Warum? Wir haben im Laufe der Zeit immer mehr Übung und Routine darin. Wir wollen noch schneller sein, noch genauer, noch besser. Und es gibt noch einen Grund dafür: Wenn Wertschätzung von außen fehlt, entwickeln wir unser eigenes Belohnungssystem. Wir denken: Wenn wir es nur gut genug machen, fällt es doch noch irgendjemandem auf! Oder wenn wir es nur schnell genug machen, sind wir selbst endlich zufrieden.

Dass mangelnde Wertschätzung sowohl für die Gefühlsarbeit in der Familie als auch in der Schule uns müde macht, verwundert nicht. Wenn dann noch Sätze fallen wie „Entspann doch mal!“ – „Lass‘ mal Fünfe gerade sein!“ – „Fahre deine Ansprüche doch einfach runter!“, kann ich das nur als höhnisch bezeichnen. Der Meinung ist auch Susanne Mierau in ihrem Buch ‚Mutter.Sein‘.

Ich weiß also, dass der Abschied vom Perfektionismus zunächst wie ein Vorwurf klingt. Wenn ich aber ebenso um dessen Entstehung weiß, kann ich mich eher davon lösen. Es macht also keine Aussage über mich, wie sorgfältig ich Schulmaterial erstelle oder wie ordentlich der Haushalt geführt ist. Diese Trennung muss ich erkennen, damit ich wirklich entspannt die Unterrichtsstunde machen oder zuhause gelassen auf dem Sofa sitzen kann. Gemma Hartley schreibt dazu:

„Frage dich, was davon dir wirklich dient und was nicht. Welche Teile deines Systems sind blankem Perfektionismus geschuldet? Von welchen profitierst du und profitieren die Menschen in deinem Umfeld wirklich? Welche davon möchtest du in Zukunft weglassen? Was würde dann passieren? Welche Prioritäten möchtest du setzen?“

Es reicht. S. 345

Authentisch statt perfekt

Übrigens ist es genauso perfektionistisch, wenn wir uns keine negativen Gefühle in der Schule erlauben. Wir dürfen uns also getrost davon verabschieden, perfekte Pädagoginnen zu sein. Mein Anspruch an mich selbst ist, authentisch zu sein. Nur so kann ich eine Beziehung zu meinen Schüler:innen und Kolleg:innen aufbauen. So grüble ich nachts weniger, ob mein Verhalten wohl angemessen war oder nicht. Ein großer Punkt beim Mental Load!

6. Verantwortung an die Schüler:innen abgeben

Zuhause ist das mit den eigenen Kindern möglich, in der Schule geht das natürlich genauso. Ich bin ein Fan von offenen Settings, die den Schüler:innen Selbstständigkeit und -verantwortung ermöglichen. Das reduziert Konflikte und damit auch Gefühlsarbeit. Auch das gehirngerechte Lernen ist eine Möglichkeit, den Kindern Eigenverantwortung zu übertragen und dadurch Mental Load zu verringern! Stöbere gerne in meiner Kategorie zu meinen Erfahrungen im gehirngerechten Fremdsprachenunterricht.

Bei jeder Planung von Unterricht kannst du dich fragen: Was können sie schon alleine? Wo werde ich eigentlich kaum noch lenkend gebraucht? Wo kann ich Gruppen bilden, die gut miteinander arbeiten, um besser auf die Einzelnen einzugehen?

Im Distanzunterricht ist wohl das Thema ‚abgrenzen‘ aktuell. Beruf und Privates verschwimmen und auf einmal beantworten wir abends um 21 Uhr noch Schüler:innenanfragen. Wo ist deine Grenze? Bis wann bist du erreichbar? Welche Fragen können sich die Schüler:innen auch erst einmal untereinander beantworten, bevor sie sich an dich wenden?

7. Radikale Selbstfürsorge

Gemma Hartley: „Denken wir an Gefühlsarbeit, dann gehen wir häufig davon aus, dass das etwas ist, was nur anderen dient. Doch wir können diese Kompetenzen ebenso dazu nutzen, auch besser für uns selbst zu sorgen. Wir können uns fragen: ‚Was würde mich glücklich machen? Was würde dafür sorgen, dass ich mich wohlfühle?‘

Es reicht. S. 347f.

Martina Schmidt spricht in ihrem Podcast ‚die kleine Pause‘ von radikaler Selbstfürsorge. Das ist für sie die bedingungslose Entscheidung, selbstverantwortlich für das eigene Wohlergehen zu sein. Interessant finde ich das z.B. auch bei der Unterrichtsplanung! Wie wäre es, wenn du deine Arbeit so vorbereitest und umsetzt, dass sie in erster Linie dir selbst dient? Wenn du bisher Profi in Gefühlsarbeit für andere warst, wird dir das tatsächlich radikal vorkommen, oder?

Betrachte es auch als Chance, um als Vorbild fürs Kollegium loszugehen.

8. Gute Fee für alles? !

Der November ist ein Monat mit Spitzenbelastung: In der Schule steht der Tag der offenen Tür an und der Elternsprechtag. Zuhause bereiten wir St. Martin vor, füllen Adventskalender und sind im Kopf schon dabei, Weihnachtsgeschenke zu organisieren. Mental Load at its best!

Können Eltern oder Schüler:innen eure Aktion für den Tag der offenen Tür organisieren? Kannst du dir Unterstützung durch Kolleg:innen holen für einzelne Elterngespräche? Können Oma und Opa St. Martins-Beauftragte sein? Wie wäre dieses Jahr eine Wichtelaktion zu Weihnachten in der Familie, um die Anzahl der Geschenke zu verringern? Letzteres machen wir seit Jahren so und hat wirklich für Entlastung in der Vorweihnachtszeit gesorgt.

Für Adventskalender ist seit Jahren mein Mann zuständig. Übrigens hat er genauso mögliche Geschenke zu den Kindergeburtstagen im Blick und besorgt sie auch. Ich denke, am Beispiel der Vorweihnachtszeit ist gut zu sehen, wie privater und beruflicher Mental Load ineinander greifen.

9. Mental Load @Work: der Test

Auf der Seite des Equal Care Day findest du den Test ‚Mental Load @Work‚. Diesen Test kannst du im (Jahrgangs-)Team bzw. Kollegium ansprechen, ihr könnt damit Aufgaben verteilen und diese honorieren:

„Im Privaten ist #MentalLoad vielen inzwischen ein Begriff, doch fehlt mancherorts noch das Bewusstsein, dass es auch am Arbeitsplatz Personen gibt, die Verantwortung übernehmen für all die unsichtbaren oder wenig wertgeschätzten Arbeiten, die sonst liegenbleiben, weil sie in niemandes Arbeitplatzbeschreibung auftauchen. Oft sind es die immer gleichen Personen, die diese Aufgaben dann übernehmen, und so auf unsichtbare Weise dazu beitragen, dass sich andere wohlfühlen, dass das Team arbeitsfähig ist und Projekte vorankommen.“

https://equalcareday.de/mental-load-work-de.pdf

Der Test macht aufmerksam auf Fragen wie diese:

  • Bereiten immer dieselben im Kollegium den Raum für die Notenkonferenz vor?
  • Bringen sie sogar Süßigkeiten für die anderen mit, weil eigentlich niemand Lust auf diese Art von Konferenzen hat?
  • Wer spült im Lehrerzimmer oder räumt die Maschine ein und aus?
  • Wer säubert den Teekocher und den Kühlschrank?
  • Wer füllt Toner für die Kopierer nach?
  • Wer betreut neue Kolleg:innen am Anfang zur Orientierung?
  • Wer kümmert sich um Geschenke zu Hochzeiten und Geburten?
  • Wer organisiert Treffen mit dem Kollegium? usw.

Zum Schluss sei gesagt: Wir können nicht alle Bedingungen in unserem Leben beeinflussen. Deshalb habe ich noch etwas für Mitglieder von Schulleitungen 🙂

10. Schulleitung hat Verantwortung

Andreas Reinke nutzt gern das Bild vom ‚Duft in der Bäckerei‘, für den die Schulleitung verantwortlich ist. Wie arbeitet die Schulleitung: Eher allein oder wirklich im Team? Schleppt sie sich krank in die Schule? Wie offen ist sie für ihre eigene Weiterentwicklung? Schulleitungen haben die Möglichkeit, die Glorifizierung von Erschöpfung zu stoppen! Wie wäre ‚Vitalität‘ statt ‚Gesundheit‘ als Ziel? So wie das Willy-Brandt-Berufskolleg in Duisburg:

„Wie schaffen es Lehrkräfte und Lernende, möglichst gesund durch die Corona-Krise zu kommen? Das Willy-Brandt-Berufskolleg in Duisburg hat ein eingespieltes Gesundheitskonzept, das sich in der Pandemie besonders bewährt. Wichtige Eckpfeiler: Stressfaktoren werden offen benannt und Zuständigkeiten klar geregelt.“

https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/niemand-muss-scheu-haben-ueber-stress-zu-sprechen/

Dort gibt es keine Mails am Wochenende, ein pausenfreundliches Lehrerzimmer (!) und einen Ruheraum (!!), regelmäßige Lehrerbefragungen usw. Eine ausführliche Vorstellung des Gesundheitskonzepts und den Download gibt es beim Deutschen Schulportal.

Ich hoffe, diese Tipps können dir eine Stütze im Alltag sein. Und weil ich genau weiß, wie voll dein Kopf ist, habe ich hier eine kurze und knackige Checkliste mit allen 10 Ideen zum Download für dich!

Deine Ann-Marie

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