Wie sehen wir Jugendliche? – „Lästerpäuschen im Lehrerzimmer“

Wie sehen wir Jugendliche? - "Lästerpäuschen im Lehrerzimmer"

Die Lehrerin Frau Schmidt unterrichtet Ethik in einer 8. Klasse zum Thema Konfliktlösung und lästert danach im Lehrerzimmer über diese Schüler: „Die Hälfte der Klasse ist so hohl.“ Die Autorin sieht dieses Frust-Ablassen als eine Art Burnout-Prävention. Genau! Denn wenn unsere Schüler nicht so hohl wären, würden Lehrer auch kein Burnout kriegen! Äh…?! Das Spannende daran ist, dass einige Leser dem zustimmen, zumindest was die kommentierenden angeht. Wenn ein solches Denken über Jugendliche normal ist, wird es oft nicht mehr hinterfragt. Problematisch ist es aber für das eigene Lehrerleben, weil die Lehrerin und ihre Kolleginnen in der Pause offenbar ziemlich unzufrieden sind. Und für die furchtbaren Achtklässler ist der Zug wohl leider eh schon abgefahren.

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Wieso bist du Lehrer*in?

Wieso bist du LehrerIn

Günstig für ein erfülltes Lehrerdasein ist eine Absicht, die über das eigene Wohl hinaus geht. Dann geht’s nicht mehr um mich, sondern um den Beitrag, den ich leisten kann und das ist sinnstiftend. Worin besteht dein Sinn des Lehrerseins? Meiner liegt darin, dass die Kinder und Jugendlichen Erfolg haben. Was für jeden und jede Erfolg bedeutet, finden wir dann gemeinsam heraus (fachliches, persönliches, soziales Ziel?) und ich befähige sie dazu, das Ziel zu erreichen. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Es gibt auch Kurse, da klappt es nur vereinzelt. Alle Schüler*innen haben ja auch jeweils eine eigene Absicht. Ihr Erfolg ist jedenfalls meiner. Das wäre doch mal ein Werbespruch für eine Werde-Lehrer-Kampagne! 😉

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