Du bist nicht deine Noten, du hast welche

Du bist nicht deine Noten, du hast welche

Eine 1 in Englisch heißt dann übersetzt: Ich bin etwas wert, weil ich die 1 habe. Die 6 in Erdkunde hingegen heißt: Ich bin nicht liebenswert, weil ich die 6 habe. In beiden Fällen geht es dann nicht um das Ergebnis an sich. Du fühlst dich wie ein Sieger oder ein Verlierer, weil du das Ergebnis irgendwie bewertest. Wenn ich bei einer Sache nicht müde werde, sie meinen Schülern mitzuteilen, dann bei dieser: Du bist großartig, egal welche Noten du hast. Was du hast und was du bist, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

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Wofür wir den Elternsprechtag nutzen können

Am Elternsprechtag fliegen den Kindern nämlich Vorwürfe um die Ohren, moralische Ermahnungen oder enttäuschte Gefühlsbekundungen. „Die 5 in Deutsch geht gar nicht! Du hättest dich mehr anstrengen müssen. “ „Ein Zeugnis mit lauter Dreien, Vieren und sogar zwei Fünfen?! Deine Noten müssen besser werden, sonst bleibst du sitzen!“ „Deine Schwester hat da gar keine Probleme.“ „Ich bin traurig/wütend/enttäuscht, weil du…“. Ein Hoch auf das schlechte Gewissen!

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Wofür gehst du eigentlich zur Schule?

Wofür gehst du eigentlich zur Schule?

Diese Frage stelle ich regelmäßig in meinen Oberstufenkursen, besonders zum Jahreswechsel oder zum neuen Schuljahr. Überraschenderweise haben wenige Schüler eine Antwort und die meisten kommen stattdessen ins Nachdenken: „Ja, wofür gehe ich eigentlich zur Schule? Ich muss ja hin, hilft alles nichts.“ „Ich will Abitur machen, ohne Abitur ist man heute gar nichts.“ „Sonst weiß ich nicht, was ich machen soll, und wir bekommen so noch das Kindergeld.“ Und manchmal kommt die Rückfrage: „Ist das denn wichtig?“

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Reif für die Ferien oder fit in die Ferien?

„Frohes neues Jahr! Wie waren deine Ferien?“ – „Wie immer zu kurz! Gut, dass bis zu den Osterferien noch ein paar Tage an Karneval frei sind.“ Ein normaler Gesprächsfetzen im Lehrerzimmer nach den Weihnachtsferien. So wie die einen sich von Urlaub zu Urlaub hangeln, leben die anderen eben von Ferien zu Ferien, unabhängig von Schulform, Fächern oder Anzahl der Unterrichtsstunden. Das Gute dabei ist, man hat immer etwas, worauf man sich freut. Der Preis dafür ist oft eine gedämpfte Stimmung und die Tatsache, dass die Ferien an sich als Ausgleich für die stressige Schulzeit gesehen werden. Und mit Urlaub und Ferien verhält es sich so: Wir denken, wir müssten uns diese Zeit verdienen, also ist es am besten, diese so ausgelaugt wie möglich zu beginnen. Wozu denn sonst die unterrichtsfreie Zeit, wenn nicht zur Erholung? Ich frage mich: Wozu dieses Entweder-oder-Ding? Wieso nicht erfüllt in der Schulzeit und fit in die Ferien?

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