Warum ich meinen Schülern kein Glück wünsche

Warum ich meinen Schülern kein Glück wünsche

Ja, so ist es, das tue ich nicht. Weder schreibe ich es unter Klausuraufgaben noch spreche ich es aus bei anderen Schulprüfungen oder Herausforderungen wie dem Führerschein. Meistens wünsche ich ihnen viel Erfolg. Einige halten mich für bekloppt, aber manchmal wünsche ich auch viel Spaß. Meine SchülerInnen brauchen nämlich kein Glück! Es geht darum, wer oder was für das Ergebnis der Prüfung verantwortlich ist. Wovon sind SchülerInnen denn abhängig, wenn sie viel Glück brauchen? Von der Aufgabenstellung, dem Thema, dem Text, dem Material, der Lehrerin, dem Wochentag, der Uhrzeit….die Liste lässt sich endlos fortsetzen und zeigt, dass immer die Umstände bestimmen, was am Ende raus kommt.

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Wieso bist du Lehrer*in?

Wieso bist du LehrerIn

Günstig für ein erfülltes Lehrerdasein ist eine Absicht, die über das eigene Wohl hinaus geht. Dann geht’s nicht mehr um mich, sondern um den Beitrag, den ich leisten kann und das ist sinnstiftend. Worin besteht dein Sinn des Lehrerseins? Meiner liegt darin, dass die Kinder und Jugendlichen Erfolg haben. Was für jeden und jede Erfolg bedeutet, finden wir dann gemeinsam heraus (fachliches, persönliches, soziales Ziel?) und ich befähige sie dazu, das Ziel zu erreichen. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Es gibt auch Kurse, da klappt es nur vereinzelt. Alle Schüler*innen haben ja auch jeweils eine eigene Absicht. Ihr Erfolg ist jedenfalls meiner. Das wäre doch mal ein Werbespruch für eine Werde-Lehrer-Kampagne! 😉

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Wofür wir den Elternsprechtag nutzen können

Am Elternsprechtag fliegen den Kindern nämlich Vorwürfe um die Ohren, moralische Ermahnungen oder enttäuschte Gefühlsbekundungen. „Die 5 in Deutsch geht gar nicht! Du hättest dich mehr anstrengen müssen. “ „Ein Zeugnis mit lauter Dreien, Vieren und sogar zwei Fünfen?! Deine Noten müssen besser werden, sonst bleibst du sitzen!“ „Deine Schwester hat da gar keine Probleme.“ „Ich bin traurig/wütend/enttäuscht, weil du…“. Ein Hoch auf das schlechte Gewissen!

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Reif für die Ferien oder fit in die Ferien?

„Frohes neues Jahr! Wie waren deine Ferien?“ – „Wie immer zu kurz! Gut, dass bis zu den Osterferien noch ein paar Tage an Karneval frei sind.“ Ein normaler Gesprächsfetzen im Lehrerzimmer nach den Weihnachtsferien. So wie die einen sich von Urlaub zu Urlaub hangeln, leben die anderen eben von Ferien zu Ferien, unabhängig von Schulform, Fächern oder Anzahl der Unterrichtsstunden. Das Gute dabei ist, man hat immer etwas, worauf man sich freut. Der Preis dafür ist oft eine gedämpfte Stimmung und die Tatsache, dass die Ferien an sich als Ausgleich für die stressige Schulzeit gesehen werden. Und mit Urlaub und Ferien verhält es sich so: Wir denken, wir müssten uns diese Zeit verdienen, also ist es am besten, diese so ausgelaugt wie möglich zu beginnen. Wozu denn sonst die unterrichtsfreie Zeit, wenn nicht zur Erholung? Ich frage mich: Wozu dieses Entweder-oder-Ding? Wieso nicht erfüllt in der Schulzeit und fit in die Ferien?

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