LehrerInnen in Angst, SchülerInnen unter Druck

LehrerInnen in Angst und unter Druck

Die Angst geht um in deutschen Lehrer-Arbeitszimmern. Es ist die Angst, zu scheitern und einen schlechten Job zu machen. Die Angst, machtlos zu sein, die Kontrolle zu verlieren. Die Angst vor Veränderung.
Ausdruck davon ist der verzweifelte Versuch, Unterricht in diesen Wochen aufrecht zu erhalten. Da werden Arbeitsblätter mit Abgabefristen, Wochenpläne und Lösungen erstellt. Kinder und Jugendliche machen das dann eben einfach selbstständig! Auf dem Kommunikationsweg, der individuell am besten funktioniert, werden dann die Aufgaben an die SchülerInnen bzw. deren Eltern geschickt. Alle sollen im gleichen Tempo das Gleiche bearbeiten. Wie gesagt: Alles wie immer. Bloß nichts schleifen lassen und den Druck aufrecht erhalten.

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Was traust du deinen SchülerInnen zu? – Lernen im Team mit eduScrum

Was traust du deinen SchülerInnen zu - Lernen im Team mit eduScrum

Kennst du das: Du hast an einer Fortbildung teilgenommen und bist hinterher genauso klug wie vorher? Dir wurde viel vorgekaut? Vielleicht hast du auch in einer Gruppe gearbeitet, fandst das aber sinnlos? Denkst du mittlerweile sogar, Fortbildungen sind Zeitverschwendung? Umso großartiger ist es, wenn du doch etwas wirklich Bedeutsames für dich mitnimmst. Denn es gibt auch solche Veranstaltungen: spannend, innovativ, praxisbezogen, umsetzbar, lustig. All das vereinte ein Workshop, bei dem ich in der letzten Woche mit KollegInnen teilnahm! Ich sprang auf die Einladung zur „Unterrichtsvorbereitung mit eduScrum“ förmlich an, in der es hieß…

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Der Schulfrieden ist bedroht!

Der Schulfrieden ist gestört!

Genauer betrachtet, bezeichnet Schulfrieden eigentlich nur die Abwesenheit von Krieg. So wie Gesundheit für viele auch nur die Abwesenheit von Krankheit ist. Frieden ist dann Ruhe, Stillstand, Dienst nach Vorschrift, Regeln, Gehorsam, angepasstes Rollenverhalten…das System ‚Schule‘ funktioniert. Veränderung und Weiterentwicklung stellen in einem solchen Denken eine Bedrohung dar. Es ist wohl kein Zufall, dass interne Schulentwicklungsgruppen sich häufig im Kreis drehen und sich eher tot diskutieren als Ergebnisse zu erschaffen. Es fehlt die Zustimmung für Neues, weil im Kern alles so bleiben soll wie es ist. Im Krieg herrscht Chaos, fehlende Kontrolle, Zerstörung, sogar Anarchie. Das will keiner in Schulen haben.

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‚Problemkinder‘ vs. Kinder, die Probleme haben

Problemkinder oder Kinder mit Problemen?

Ich nehme direkt vorweg: Problemkinder gibt es in meinen Augen nicht. Ja, es gibt Kinder, die Probleme haben. Kinder, deren Verhalten uns nicht gefällt, weil es ihnen selbst oder anderen schaden kann. Und gleichzeitig sind Kinder nicht Ursache eines Problems. Wenn wir das in unserem Umgang verinnerlichen, kommen wir auf ganz andere Lösungsideen. Wir nehmen also längst nicht jedes Verhalten hin oder tun so, als hätten wir den Tritt in den Rücken oder den Spruch quer durch die Klasse nicht mitgekriegt. Im Gegenteil, wir sprechen das sogar oft an, weil wir ja von einer Lösung ausgehen.

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Sind Lehrer und Eltern natürliche Feinde? Ein Blick auf das Lehrer-Eltern-Gespräch

Sind Eltern und Lehrer natürliche Feinde? Ein Blick auf das Lehrer-Eltern-Gespräch

Die Frage ist natürlich überspitzt formuliert. Es gibt genug Literatur zu kaufen, die uns ein „gelingendes“, „effektives“ Lehrer-Elterngespräch „ohne Stress“ anpreist. Wenn ich mich als Lehrerin – oder Mutter – an DIE DREI wichtigen Tipps halte, dann klappt das schon mit dem Gegenüber. Wieso sind Gespräche zwischen Lehrern und Eltern so negativ besetzt? Liegt das am Machtgefälle oder Interessenkonflikt der beiden Seiten? Anlässe für ein Gespräch in der Schule außerhalb des Elternsprechtags sind meistens negativ. Oder wurden schon einmal Eltern in die Schule gerufen, weil es gerade so gut lief mit ihrem Kind? Und auch ein Elternabend kann schnell schief laufen.

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