Wenn im Unterricht die Wut an die Tür klopft

Wenn im Unterricht die Wut an die Tür klopft

Seit 60 Minuten versuche ich mir Gehör zu verschaffen. Für einige Minuten klappt das, dann kommt wieder Unruhe auf. So ganz habe ich eigentlich nie die Aufmerksamkeit von allen Kindern. Seit vier Wochen kennen wir uns jetzt, meine neuen Mathekids und ich. Hier habe ich schon viele Varianten erprobt, um ein produktives Miteinander herzustellen. Bisher noch ohne spürbare Fortschritte. Heute soll es jedoch einen großen Schritt Richtung Beziehung gehen…Denn gerade entlädt einer dieser Schüler viel angestaute Wut und tritt heftig mehrere Stühle um. Müsste ich nicht „obwohl“ statt „denn“ schreiben? Positiv klingt das ja erstmal nicht.

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Regeln: Die Masse macht’s?

Regeln: Die Masse macht's?

Schuljahresanfang bedeutet für viele von uns, Klassenregeln aufzustellen. Geht ein interessierter Gast durch die Räume einiger Schulen, sieht er Verträge, die von allen unterschrieben wurden. Oder Listen, die „Wir“-Sätze aneinander reihen. Oder jede Regel einzeln auf buntem Papier hervorgehoben. Das „Wie“ ist höchst pädagogisch wertvoll. Das „Was“ wirft manchmal Fragen auf…welcher Schüler unterschreibt denn Regel […]

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Lehrerin und Mutter: Zwei Herzen in meiner Brust

Lehrerin und Mutter

Mein Gastbeitrag für „Eine Schule für Alle – in Bayern e.V.“:
Ich bin Lehrerin und mittlerweile auch Mutter. Heute möchte ich mit dir teilen, wie mein Mutter-Dasein den Blick auf meinen Beruf verändert hat. Dass ich diesen Artikel als Bloggerin überhaupt schreibe, ist z.B. ein Ergebnis davon: Ich sehe, wie meine Kinder wachsen, wie leicht sie sich Neues aneignen. Und zugleich erkenne ich, dass wir mit Schülern anders sind. Darüber denke ich auf diesem Blog nach. Die Natürlichkeit des Lernens ist in der Schule abhanden gekommen und durch Takt ersetzt worden.

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Nur Kuschelpädagogik? Über Vorurteile

Nur Kuschelpädagogik? Über Vorurteile

In der Diskussion um den Umgang mit Schülern scheint es nur zwei große Pole zu geben: Entweder müssen Schüler durch die harte Schule durch oder sie tanzen ihre Namen. Und wenn sie Letzteres angeblich tun, wird es abschätzig geäußert. Erstens ist es unfair, Waldorfpädagogik auf Eurythmie zu reduzieren und zweitens verunmöglichen wir uns selbst damit, auf eine eigene Weise beziehungsorientiert zu arbeiten. Es geht heute um: Vorurteile.

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